In modernen Kühlschränken zählt der Einsatz von Frischluftfiltern gegenwärtig zum Stand der Technik. Diese Filter arbeiten nach dem Prinzip der Adsorption von geruchsverursachenden Molekülen an Aktivkohle. Ähnlich wie beim Innenraumfilter von Kraftfahrzeugen. Werden mehr oder weniger gut duftende Speisen im Kühlschrank gelagert, so sammeln sich die Gerüche in der Aktivkohle, im Kühlschrank selbst riecht es jedoch angenehm neutral. Die Oberfläche der Aktivekohle wird im Herstellungsprozess durch Ausformung mikroskopischer bis hin zu nanoskaligen Poren erhöht, was zu Folge hat, dass möglichst lang viele Gerüche adsorbiert werden können. Irgendwann kommt jedoch der Zeitpunkt an dem auch der letzte mögliche Platz zur Adsorption belegt ist, der Aktivkohlefilter muss nun getauscht werden. In der Regel wird der Nutzer durch eine jährliche Erinnerungsfunktion im Kühlschrank auf den bevorstehenden Wechsel aufmerksam gemacht.

Ein solcher Frischluftfilter lässt sich ohne großen Aufwand zerstörungsfrei öffnen indem der Deckel aus der Passnut gehebelt wird. Unter dem Deckel verbergen sich ca. 5 g Aktivkohle in Form von Pellets der Körnung 3 mm eingebettet in einem Filtervlies.

Diese Aktivkohlepellets lassen sich für ca. 8 Euro je 1 kg-Sack käuflich erwerben. Somit kann man den Frischluftfilter 200 mal erneuern. Rein rechnerisch schlägt somit ein jährlicher Wechsel mit 0,04 Euro zu buche. Ein neuer Frischluftfilter wird sich preislich im Bereich zwischen 10 und 20 Euro bewegen. Es ist anzunehmen, dass die Produkteigenschaften der Aktivkohlepellets aus dem neuen Frischluftfilter mit denen der Sackware vergleichbar sind. Allerdings ist beim Einfüllen der Sackware in das Filtergehäuse auf Staubfreiheit zu achten um Beschädigungen am Lüftungssystem des Kühlschranks durch eingetragenen Kohlestaub zu vermeiden. Das Befüllen gebrauchter Aktivkohlefilter könnte somit eine günstige Alternative zum Neukauf des Frischluftfilters darstellen und ist mit Sicherheit auf weitere Frischluftsysteme anwendbar.

Nun noch ein obligatorischer Hinweis zu Schluss:

Für Schäden an Geräten sowie Verlust an Garantieansprüchen durch Nachvollziehen des Inhaltes dieses Textes übernehme ich keine Haftung. Jeder Leser ist für sein Handeln selbst verantwortlich.